Taekwondo: Euregio-Cup 2019 / Im Interview – Björn Pistel

Euregio-Cop 2019: Nettetal war eine Reise wert! Unglaublich, die kleine Stadt erlebte am 02.11.2019 einen großartigen Sport und war selbst aber auch ein großer Gastgeber. Um erfolgreich zu sein, braucht es nicht immer Glanz und Gloria. Das wichtigste ist „Liebe im Detail“. Herzlichen Dank an alle Organisatoren, Helfer – danke an alle „Gelbhemden“, ihr wart großartige Ausrichter! Taekwondo-Aktuell 11/2019

Björn, erst herzlichen Glückwunsch. Die 22. Ausgabe vom Euregio Cup 2019 war ein großer Erfolg. Nettetal platzte sprichwörtlich aus allen Nähten und auch die Stadtoberen haben nicht gefehlt und gaben sich die Ehre. Wofür steht für Dich der „Euregio-Cup“, wen möchtest du damit ansprechen?
BP: Der Euregio Cup war für mich und für meine Vorstandstandskollegen der TGN schon immer ein Event für die Athleten und Trainer. Ich finde sie müssen bei der Planung und Durchführung eines Events immer im Mittelpunkt stehen, sie sind die Hauptakteure. Wir verstehen uns als Dienstleister und versuchen jedes Jahr unser Turnier etwas besser und attraktiver zu machen. Ich persönlich versuche Dinge die mich selber bei vielen Meisterschaften stören, aufzunehmen und einfach besser zu machen für die Teilnehmer des Euregio Cups.

Das Teilnehmerfeld ist dank der Grenznähe zu den Benelux-Staaten sehr International. Es spricht nicht nur den Nachwuchs an, gerade auch die Teams aus den Nachbarländern schicken ihre ambitionierten Talente. Wo siehts Du den Euregio-Cup im Vergleich zu den G1 Turnieren?
BP: Unser Turnier hat schon in seinem Namen Euregio den Grenzüberschreitenden Charakter symbolisiert. Dieses Konzept versuchen wir mit Leben zu füllen und freuen uns, das immer wieder viele von unseren Freunden aus den Nachbarländern zu uns kommen. Im übrigen nicht nur bei den Vereinen sondern auch bei den Kampfrichtern sind wir mit vielen IR aus den Niederlanden und Belgien Top besetzt. Der Euregio Cup war schon immer ein Turnier das dem Nachwuchs eine Plattform bieten soll um sich zu messen. Durch das Internationale Flair zieht der Euregio Cup gerade in den hohen Gurtklassen auch viele Top Kämpfer an, die das Turnier zum Aufbau nutzen um sich auf höhere Meisterschaften vorzubereiten. Diese Mischung macht den Reiz aus.

Warum sind gerade Turniere wie der Euregio Cup so wichtig für den deutschen Nachwuchs?
BP: Weil wie schon angedeutet der Nachwuchs eine Plattform braucht um sich messen zu können, aber auch um Motivation zu tanken für das weitere Training und weitere Aufgaben.

Ihr habt bei der Planung sehr viel Rücksicht auf den Nachwuchs genommen. Kompliment! Du bist beim Thema „Sportwissenschaft“ sehr gebildet. Welche Überlegung war für euch der Grund, die Jugend D & C so vorbildlich bei der Turnierplanung zu berücksichtigen?
BP: Du hast im Vorbericht ja schon einige wichtige Punkte angesprochen die eine wichtige Rolle gespielt haben bei der Planung. Turniere wie der Euregio Cup sind für viele Athleten und im besonderen auch für ihre Eltern zumeist der erste Kontakt mit Taekwondo außerhalb des Vereins wo sie trainieren. Wir wissen alle, dass der erste Eindruck ein sehr wichtiger ist, daher ist es uns als Ausrichter sehr wichtig für die Sportler, Trainer und ihr Angehörigen ein Umfeld zu schaffen, das die Freude und Motivation an unserer tollen Sportart steigert. Wenn wir mit unserem Turnier dazu einen kleinen Beitrag leisten können freut mich das sehr.

Du hast Dir sehr viele Kämpfe angeschaut. Du hast Dir sehr viele Sportler angeschaut. Hast Du eine „neue“ Madeline Folgmann gesehen?
BP: Ich habe sehr viele junge und talentierte Akteure gesehen die auf jeden Fall schon in ihren noch jungen Jahren ein enormes Potenzial haben. In vielen Vereinen wird mittlerweile sehr professionell gearbeitet. Im besonderen sehe ich das bei unseren Freunden aus Belgien vom Verein Keumgang. Ihr Trainer Jelle macht dort mit seinem Team eine wirklich herausragende Arbeit. Viele seiner Athleten sind technisch wie taktisch auf einem extrem hohen Niveau. Es ist immer eine Herausforderung sich mit seinen Sportlern zu messen. Aber auch andere Vereine wie TTE und Koryo aus Holland oder TS Wuppertal oder Swisttal aus Deutschland setzen die Benchmark für andere Vereine, die sich daran messen müssen.

Wie zufrieden bist Du mit dem Ablauf und der Durchführung?
BP:  Ich bin in diesem Jahr sehr zufrieden mit dem Ablauf. Es lief alles Reibungslos und wir konnten fast pünktlich beginnen, was mir immer sehr wichtig ist. Dazu muss die Waage gut arbeiten und die Turnierleitung einen guten Job machen. Die Zeit die man beim Start verspielt holt man Abends nicht rein oder muss die Kampfzeiten stark kürzen was nicht unser Anspruch ist. Im Grunde ist es Einfach wenn man weiß wie ein Turnier und seine Akteure funktionieren. Man muss es nur richtig planen, umsetzen und strukturieren. Wir als TGN haben da natürlich 22 Jahre Erfahrung auf die wir zurück greifen können und seit dem wir nicht nur Ausrichter sondern zugleich Veranstalter sind läuft es noch perfekter da wir alle Prozesse in der Hand haben und unseren Dienstleistungsgedanken komplett umsetzen können.

Nettetal ist keine Großstadt. Wie wichtig sind für, als Verein und Landesleistungszentrum, finanzielle Unterstützung? Auch vom Verband gab es noch kein Geld. Glaubst Du, es ist für einen Verein in einer „idyllischen“ Seenstadt am Rand vom Niederrhein, ein Nachteil gegenüber den Vereinen aus den Großstädten wie Wuppertal, Düsseldorf etc. gibt?
BP: Wäre Nettetal eine Großstadt würde ich nicht hier Leben. Die finanzielle Unterstützung ist denke ich für jeden Verein sehr wichtig gerade wenn es um den Leistungssport geht. Mein Kredo war schon immer das es nicht vom Geldbeutel abhängig sein darf ob ein Sportler Leistungssport betreibt oder nicht. Wir fördern unsere Talente so das sie kaum Turnierkosten tragen müssen. Klar ist unsere schöne Seenstadt finanziell nicht so aufgestellt wie ein Rhein Kreis Neuss oder Düsseldorf, aber ich bin ein Mensch der Chancen sieht und in Lösungen denkt. Daher mach ich mir Gedanken darüber was geht und nicht was nicht geht. Damit sind wir bis dato gut gefahren und haben unseren Verein gut aufgestellt und sind einer der wenigen Vereine in Deutschland der die Turnierkosten der Leistungsträger nahezu komplett trägt.

Worauf dürfen sich die Teams schon jetzt für die 23. Ausgabe freuen?
BP:  Für das nächste Jahr planen wir im Bereich der Ehrengaben etwas neues zu machen um den Sportlern den Euregio Cup in guter Erinnerung zu halten. Das ist für mich immer etwas besonderes wenn Ehemalige zum Teil sehr Erfolgreiche Athleten und Trainer davon erzählen das sie selber bei uns auf dem Euregio Cup gekämpft haben. Meiner Meinung nach ist das ein wichtiger Punkt im Leben. Schöne Erinnerungen zu schaffen an die man sich immer wieder gerne zurück erinnert.

Stefan Gottschalk

Als Finanzierungs- und Leasingspezialist sind Weiterentwicklungen für mich immer eine interessante Sache. Stillstand bedeutet Rückschritt. Nach diesem Motto lebe ich und habe mit dieser Maxime bereits einiges in meinem Leben erreicht. Technischer Fortschritt, die wirtschaftliche Entwicklung und der schnelle Motorsport stehen im Mittelpunkt meiner Interessen. Aus Begeisterung für Neues aus Wirtschaft, Technik und Maschinen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.