Taekwondo: Nominierungswettkämpfe für die Euro – Richtungsweisende Premiere

Nominierungswettkämpfe für die Euro – erstmals in der neueren Geschichte der DTU wurde das Team für ein wichtiges Turnier über Nominierungswettkämpfe bestimmt.

Am Samstag, den 06. Februar 2021, fanden im Taekwondo-Bundesstützpunkt in Nürnberg die ersten Qualifikationskämpfe für die vom 08.-11. April 2021 in Sofia/Bulgarien geplanten Europameisterschaften der Senioren statt.

Es bewegt sich etwas bei der DTU. Es gibt neue Ideen und Konzepte. Endlich wird nicht nur darüber gesprochen, sondern es wird gehandelt! Die Resonanz ist dementsprechend positiv und absolut verdient. Sportler und Trainer sind gleichauf begeistert. Aber auch Jannis Dakos, Vizepräsident Zweikampf der DTU, zeigt sich sehr zufrieden. Ihm war es wichtig, schnell und unbürokratisch positive Änderungen herbeizuführen. Dakos denkt aber nicht nur von Event zu Event, vielmehr ist es seine Mission, die traditionellen Strukturen etwas aufzupolieren. Fleißig arbeitet er an neuen Konzepten und lässt sich von gelegentlicher Kritik nicht aufhalten. Schon am 06.03. geht es mit einem Treffen des Arbeitskreises Leistungssport weiter. Dort werden alle 18 Vertreter der Landesverbände zusammenkommen, um über weitere Konzepte zu sprechen, aber auch um nochmal über die Ausscheidungswettkämpfe zu sprechen.

Geld schlägt Talent – Nicht mit Jannis Dakos

„Die Ausscheidungskämpfe waren zu diesem Zeitpunkt in dieser Form genau das Richtige, aber ich sehe noch eine Menge Potential, das Ganze für alle Sportler interessanter und fairer zu machen“, gibt sich Dakos zuversichtlich. Es ist geplant, dass es weniger Credits zu gewinnen gibt, dafür aber auch weniger Turniere für die Sportler. Es muss also weniger gereist werden, das erhöht die Chancen für die Talente, die weniger Budget zur Verfügung haben. Wer sich aber nach wie vor auch bei internationalen Turnieren bewährt, wird weiterhin im Fokus bleiben.

Der/die Beste fährt zur EM

Carlos Esteves begrüßt den Modus. „Wer bei internationalen Turnieren starten möchte, darf sich für Ausscheidungswettkämpfe nicht zu schade sein. Natürlich wird es immer mal auch Überraschungen geben, aber letztendlich muss sich die Qualität, sportlich und mental, auch durchsetzen. Die Qualität wird sich grundsätzlich durchsetzen und es ist eine gute Vorbereitung für eine Europameisterschaft.“

Auch Laura Goebel zeigt sich optimistisch. Die Wettkämpfe waren für sie genau zum richtigen Zeitpunkt, sie wollte wissen, wo sie sportlich steht. Dabei warteten keine leichten Gegner auf die sympathische Schwerterin. Goebel dazu: „Mein Trainer hat mich auf den Punkt vorbereitet. Mir war es egal, gegen wen ich kämpfen musste. Wir wollten zur EM, dazu musste ich die Wettkämpfe gewinnen. Für mich waren die Ausscheidungskämpfe eine gute Vorbereitung, auch mental. Bei der EM werde ich nicht gesetzt sein, da es meine erste Europameisterschaft bei den Senioren ist. Da warten in der ersten Runde auch starke Gegner auf mich. Mein Ziel bleibt es aber, eine Medaille mit nach Deutschland zu bringen“.

Polizeisportverein Georgsmarienhütte e.V. – EM-Qualifikation für Eduard Drewlau

Aber auch Wolfgang Kiss vom PSV Georgsmarienhütte sieht die Veranstaltung als Gewinn und einen großen Schritt in die richtige Richtung. „Der Modus ist einfach: der Gewinner fährt zur EM! Wir waren zwar nur Außenseiter, haben die Chance aber genutzt. „Edi“ Drewlau hat mich nervlich fast am Boden gehabt. Am Ende hat es aber keiner mehr verdient als er, nach Sofia zu fahren. Er ist ein feiner Junge, mit seiner intelligenten und technischen Art zu kämpfen hat er die Kämpfe gegen Leon Kaplan (Taekwondo-Center Stuttgart) und Martin Stach (Taekwondo-Verein Swisstal), zwei starke Gegner, am Ende trotz vorläufigen Rückstands souverän gewonnen.“

Drewlau gibt sich eher zurückhaltend: „Für mich war es eine tolle Erfahrung. Ich bin wahnsinnig glücklich und freue mich jetzt auf Sofia!“

DTU macht mit neuem Konzept alles richtig

Sportlich ist man auf einem sehr guten Weg. Mit den Leistungssportkonzepts und damit mit den verbundenen Nominierungswettkämpfen hat man dem Sport deutlich an Mehrwert gegeben. Schon die erste Veranstaltung war ein Erfolg und ein großer Schritt in die richtige Richtung. Die Vermarktungsmöglichkeit für eine regelmäßige Veranstaltung ist gigantisch – Livekämpfe inkl. Kommentator, Interviews etc. und einem unterhaltsamen Rahmenprogramm.

Zum Schluss noch ein kleiner Gruß an unsere Politiker. Dank einer vorbildlichen Organisation, einem sehr durchdachten Hygienekonzept und unter Beachtung aller geltenden Auflagen, ist es dem Veranstalter gelungen, die Ausscheidungswettkämpfe ohne auch nur einen einzigen infizierten Sportler durchzuführen. Es wäre schön, wenn man solche Kenntnisse auch kurzfristig für mögliche Lockerungen nutzen würde. Der Sport ist gerade für die Jungen eine wichtige Ausgleichaktivität zum Alltag, der in diesen Tagen tatsächlich noch stressiger ist, gerade für die Schüler! Alles nur auf Generalverdacht zu schließen, ist bestimmt keine weitsichtige Entscheidung. Taekwondo-Aktuell 03/2021

Stefan Gottschalk

Als Finanzierungs- und Leasingspezialist sind Weiterentwicklungen für mich immer eine interessante Sache. Stillstand bedeutet Rückschritt. Nach diesem Motto lebe ich und habe mit dieser Maxime bereits einiges in meinem Leben erreicht. Technischer Fortschritt, die wirtschaftliche Entwicklung und der schnelle Motorsport stehen im Mittelpunkt meiner Interessen. Aus Begeisterung für Neues aus Wirtschaft, Technik und Maschinen!

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